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Neujahrsempfang der Altenrieter SPD mit Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin

Neujahrsempfang der Altenrieter SPD
mit Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin

Am 25. Januar 2014 veranstaltete der SPD Ortsverein Altenriet bereits zum 11. Mal seinen kleinen aber feinen Neujahrsempfang im evangelischen Gemeindehaus. Die Neujahrsansprache hielt die ehemalige Justizministerin der Bundesrepublik, Frau Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin.

Zunächst aber begrüßte der Ortsvereinsvorsitzende Hans-Georg Kruse die zahlreich erschienenen Gäste und musikalisch taten dies Frau Stephanie Halder und ihre Tochter Salome mit einem Stück für Alt- und Querflöte.

Auch Pfarrer Michael Walter hieß die Gäste willkommen und freute sich, dass man quasi abgewartet hatte, bis er wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Das Thema seines Redebeitrags war der Jahreslosung gewidmet: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück“ (Psalm 73, Vers 28).

Bürgermeister Bernd Müller begrüßte die Zuhörer ebenfalls und hielt in seinem Grußwort Rückschau auf das Jahr 2013, das für Altenriet durchaus viele positive Aspekte aufweisen konnte.

Nach einem weiteren Musikstück, in dem Frau Halder ihre Tochter auf dem Klavier begleitete, war es dann soweit. Frau Prof. Dr. Däubler-Gmelin trat ans Rednerpult. Sie hielt eine sehr persönliche Ansprache, ging dabei zunächst einmal auf das von Herrn Pfarrer Walter veränderte Zitat „Denn sie tun nicht, was sie wissen“ ein, das ihrer Meinung nach z.B. unser Konsumverhalten in einer globalisierten Welt charakterisiert. Ein großer Teil ihres Vortrags galt dann der Bundespolitik bzw. der Großen Koalition, der sie große Sympathie entgegen bringt und deren bisherige Arbeit sie durchaus lobenswert findet. Sie hat Verständnis dafür, dass es Stimmen gibt, die davor warnen, dass eine Opposition, die gerade mal 20 % des Parlaments ausmacht, keine wirkliche Kontrolle darstellt. Die Große Koalition müsse eben die Rechte der Opposition stärken. Andererseits sei eine Mehrheit der Bevölkerung für diese Koalition.

Kritisch sieht Däubler-Gmelin eine Machtansammlung durchaus, und verweist auf die damit verbundene Intransparenz. In diesem Zusammenhang kam sie auf die NSA-Affäre zu sprechen und konnte sich durchaus vorstellen, dass die Bundesrepublik oder die EU dem Whistleblower Snowdon Asyl geben sollte. Däubler-Gmelin warnte vor der Datenflut, die im Netz steht, und dass es keinen Sinn mache, zu meinen, dies würde immer nur die anderen betreffen, man selbst habe ja eine reine Weste.

Abschließend machte sie deutlich, dass sie gegenüber dem Jahreswechsel 2012/13 jetzt durchaus eine Aufbruchstimmung verspüre. Mit der Hoffnung, dass dies auch in Altenriet zutrifft, beendete sie ihre Ansprache.

Anschließend bedankte sich Hans-Georg Kruse zunächst einmal bei Herta Däubler-Gmelin und überreichte ihr verschiedene Geschenke, u.a. eine Brezel, die Waltraud Zizelmann gebacken hatte, um an das Wappen der Gemeinde zu erinnern. Die Bäckerin überreichte sie dem Gast persönlich. Kruses Dank galt dann aber auch den beiden Musikerinnen, die einen Blumengruß überreicht bekamen; außerdem dem Hausherrn Pfarrer Walter sowie Bürgermeister Bernd Müller für deren Grußworte. Bei guten Gesprächen und einem Gläschen Wein klang der Abend dann aus.

Text und Bilder: Eva Voss